Quer durch Europa

 

26.09. Poznan

Poznan ist die Hauptstadt der Wojewodschaft Großpolen mit einer Fläche von 261 km² u.            544.615 Einwohner. Poznan ist Universitätsstadt; Zentrum von Handel, Industrie und Forschung.




zur Geschichte von

Poznan

  • erste Erwähnung in 968 als polnischer Bischofssitz
  • Böhmen überfiel Posen in 1038 und besetzte Schlesien
  • in der Zeit zwischen dem 12. und 13. Jh. entwickelte sich Posen zu einer Stadt nach europäischem Vorbild
  • Deutsche Einwanderer gründeten 1253 gegenüber der Altstadt eine Siedlung nach "Magdeburger Recht" (Gewohnheitsrecht der Kaufleute)
  • von 1793 - 1918 stand Posen unter Preußischer Herrschaft
  • 1939 - 1945 wurde Posen durch deutsche Wehrmacht besetzt, 1944 Luftangriff auf Posen, 23. Mai 1945 durch die Rote Armee erobert. 1947 begann der Aufbau der durch den Krieg zerstörten Stadt
  • Heute ist die Altstadt von Poznan eine beliebtes Touristenzentrum. In 1972 war ich erstmals mit meiner Familie in Polen und auch in Poznan. Als ich in 2016 wieder Poznan besuchte, habe ich die Stadt als noch schöner und attraktiver empfunden


in der Altstadt (Stare Miasto) mit schönen, reich verzierten Bürgerhäusern (li. hinten die Stifts- u. Pfarrkirche)

Posener Rathaus von 1555 auf dem Alten Markt

 Giovanni Battista di Quadro ( Polnischer Architekt mit Schweizer Wurzeln) baute 1555  das Gebäude des Stadtrates  im Renaissancestil fertig, das vermutlich aus 1310 stammt.

Das Rathaus ist eines der schönsten und wertvollsten  Baudenkmäler der Renaissance in Mitteleuropa - seit 1954 ist es Museum für Geschichte.

 




Über der Rathausuhr befindet sich oberhalb des Absatzes eine Tür - um 12 Uhr erscheinen zwei Ziegenböcke, die sich im Takt des Stundenschlages stoßen



Prosperine-Springbrunnen vor dem Rathaus - Reliefe an den Seiten des Wasserbeckens stellen die vier Elemente dar: Wasser, Feuer, Luft und Erde


oben links: Marktplatz mit Rathaus und Prosperine-Springbrunnen

unten links: Rathausturm

Blick von der Altstadt auf das Posener Königsschloss im Hintergrund

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die zerstörten Häuser am Alten Markt wieder aufgebaut.

Einen kleinen Eindruck vermittelt die Bildergalerie


Weitere Sehenswürdigkeiten 

ehemalige Stadtwache, gebaut 1783-87 (war ursprünglich ein hölzernes Gebäude)

am Eingang befinden sich 4 Säulen und auf  dem Sims darüber mehrere Sandsteinfiguren. Heute ist es ein Museum




Dzialynski-Schloss, wurde für den marschall Wladyslaw Gurowski gebaut, die barocke Form erhielt das Schloss 1785-87.

Die Familie Dzialynski hat um Polen verdient gemacht - während der Besatzung wurden hier der Lehrbetrieb der Uni, kulturelle Veranstaltungen usw. durchgeführt.

Das Schloss ist 1945 abgebrannt, wurde aber 1953 wieder aufgebaut.

Auf dem Gibel der Fassade ist das Familienwappen zu sehen. Die Pelikanstatute auf dem Dach symbolisiert Aufopferung und Hingabe.

Die Polnische Akademie für Wissenschaft ist der heutige Besitzer des Schlosses/Palais.

auch das ist interessant...



Stifts- und Pfarrkirche Posen - Kirche des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaw


  • Die Posener Stifts- und Pfarrkirche gehört zu den ansehnlichsten Sakralbauten in Polen.
  • Bauzeit 1651-1701, endgültig fertig in 1750.
  • Stanislaw Wroblewski hat die heutige Ausmalung 1948-1949 geschaffen.

Hl. Biscof Stanislaw

 Chorraum mit großem Altar, an den Seiten des Chorraumes befinden sich zwei Kapellen (Heiligkreuzkapelle u. Kapelle der Muttergottes der Unablässigen Hilfe /li. Bild) von 1743.




Die Stifts- und Pfarrkirche ist mit Tonnengewölben gedeckt und reichhaltig ausgestattet. Zwischen den Arkaden stehen mächtige rostbraune Säulen aus Stuckmarmor. Die Deckenverzierung zeigt die Aufnahme des Hl. Bischofs Stanislaw in den Himmel.

.

Orgelempore mit sehr wertvoller Orgel, die Friedrich Ladegast aus Weißenfels 1872-75 gebaut hat. Unter der Kirche, im Kellergeschoß sind Ordensleute und Wohltäter der Stiftskirche bestattet.


Bevor wir die Grenz nach Deutschland passieren, fahren wir nach Swiebodzin (Schwiebus) - hier steht die größte Jesusstatute der Welt






Fakten

  • Gesamthöhe mit dem aufgeschütteten Hügel 52,5 Meter
  • die Figur ist 33 m hoch (symbolisiert die 33 Lebensjahre Jesu)
  • Breite mit geöffneten Armen 24 Meter
  • Hände sind 6 Meter  lang
  • die goldene Krone ist 3 Meter hoch.

(die brasilianische Jesusfigur in Rio ist 30 m hoch u. steht auf einem 8 m hohen Sockel)

Einweihung 2010 mit einer Feldmesse, 10.000 Teilnehmer

Weg zum Denkmal, Hintergrund der Ort Swiebodzin

Darstellung biblischer Szenen...

...auf dem Weg zum Denkmal

 

 

nächste Seite: DanzigSopot, Gdynia, Marienburg, Kolberg