Quer durch Europa

 

Masuren - Land der 1000 Seen


In 5 Tagen die Schönheiten der Masuren erkunden. Ein Mammutprogramm wartet auf uns:  Thorn - Nikolaiken - Sensburg - Heilig Linde - Wolfschanze - Krutyna - Allenstein - Posen


Die Masurischen Seenplatte besteht aus einer Vielzahl von Seen, die durch das Abschmelzen der Gletscher in einer Moränenlandschaft (Geröll/Schuttablagerungen eines Gletschers) entstanden sind. Die Seenplatte umfasst ca. 1700 km².


Oftmals schon wurde ich gefragt, ob ich die Masurische Seenplatte kenne... stets musste ich mit "NEIN" antworten.  Worin lag das Geheimnis?  Ich entschloss mich, gemeinsam mit meiner Nachbarin, vom 21.09. - 26.09.2016 im Touristentempo von einem Ort zum anderen, quer durch die Masuren zu "düsen".

Ein sehr netter Reiseleiter war ständig "onboard". Als Informationsvermittler hat er seinen Job gut gemacht. Mein Notizblock war auch diesmal wieder vollgekrickelt mit Fakten, Zahlen und historischen Hintergründen sowie politischen Neuigkeiten aus unserem Nachbarland Polen.

Es scheint Aufgabe eines jeden polnischen Betreuers zu sein, den Touristen neben den vielen Jahreszahlen auch ein paar Brocken Polnisch beizubringen; mit "Sprachübungen" während der Fahrten...

Zu allem "Unglück" hatte ich das Ladegerät für den Akku der Canon vergessen. Der Reisebetreuer war sehr entgegenkommend und rief in einem Canon-Fachgeschäft in Posnan an. Ja, ich könne ein Ladegerät kaufen, aber nur mit Kamera. Na toll !!  Das große "Zittern" ging los, werden die beiden Akkus halten, die ich mitgenommen hatte. Sie haben mich nicht im Stich gelassen...


21.09. Poznan

da ein weiterer Besuch von Posen/Poznan geplant war, habe ich am ersten Tag nichts fotografiert, wohl denkend an das fehlende Akku-Ladegerät... Übernachtet haben wir im Schloßhotel "Palac Biedrusko", einem Palast aus dem Jahr 1880, nach historischem Vorbild sehr aufwändig restauriert. Das Hotel ist umgeben von einem schönen, großen Park. Der Ort Biedrusko liegt in der Nähe von Poznan.

Palac Biedrusko ul. 1 Maja 82, 62-003 Biedrusko/Polen www.zamekbiedrusko.pl (bitte die Adresse eintippen, ist nicht verlinkt)

Blick auf die Veranda

Ansicht aus dem Park

sehr schönes Entreé

Rezeption

Aufgang zur zweiten Etage

lichtdurchflutet

Die Sitzgelegenheiten auf der Etage sind sehr niedrig, "die Knie stoßen an die Ohren" !!

verzierte Möbel

"... elegante Zimmer mit verzierten Möbeln" so steht es im Prospekt... Mein Zimmer war sehr spartanisch eingerichtet, aber sauber.


 große Geburtstagsfeier für Oma Bertsch mit Tanz und Folkloremusik im Festsaal des Hotels

 Copyright der Movies liegt bei Fr. R. Schulz, Falkensee (bearbeitet in MAGIX I.K.)



22.09. Stadtrundgang in der Altstadt von Thorn

nach dem Frühstück wurde das Gespäck im Bus verstaut, weil wir in Sensburg Quartier bezogen. Doch zunächst wird die alte Hanse- und Handelsstadt Thorn besichtigt.

Thorn ist eine kreisfreie Stadt in der Wojewodschaft Kujawien-Pommern mit knapp 203.000 Einwohnern. Der Ort Thorn gilt als eine der ersten Siedlungen im Kulmerland und Verwaltung des Deutschen Ordens. Der Polnische Herzog von Masowien rief den Deuten Orden ins Land, um die heidnischen, baltischen Pruzzen zu christianisieren.

 Der Landmeister Hermann von Balk (Ordensritter aus Würzburg) legte 1231 den Grundstein für Thorn, Einwanderer aus Westfalen bevölkerten die Stadt. In 1233 erhielt Thorn Stadtrecht. Thorn im Kulmerland ist die älteste Stadt Preußens. Im 14. Jh. trat Thorn dem Hansebund bei.

In der Altstadt von Thorn befinden sich ca. 350 sehr gut erhaltene mittelalterliche Bauten mit hohem kulturhistorischen Wert. Die UNESCO hat die Thorner Altstadt zum Weltkulturerbe ernannt.

Józef-Piłsudski-Brücke über die Weichsel

an der Weichsel

am Vormittag in der Altstadt

 noch sind die Straßencafé leer, re. das Rathaus

 


beliebte und viel fotografierte Messingfiguren in der Altstadt.

Thorn ist auch bekannt als die Stadt mit dem Duft nach Nelken, Zimt und Ingwer... Lebkuchen! "Thorner Kathrinchen" werden nach uralten Rezepten gebacken.

 



Das Rathaus wurde im 13. Jh. errichtet und bis ins 18. Jh. im Barockstil umgebaut. Während der schwedischen Belagerung in 1703 brannte das Rathaus nieder, zahlreiche historische Dokumente wurden ein Raub der Flammen u.a. die Biografie von Koperniskus.

Vor dem Rathaus steht das Nikolaus-Kopernikus-Denkmal. (Links neben dem Baum)

Der 40 m hoch Rathausturm wurde 1279 errichtet. 

 Das Rathaus in Thorn diente als architektonisches Vorbild für das Rathaus in Berlin

  DOM MIKOLAJA KOPERNIKA

Der berühmteste Son der Stadt, Nikolaus Kopernikaus, wurde 1473 als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren. 
Kopernikus, der spätere Astronom, besuchte eine Lateinschule an der St.-Johannis-Kirche in der Altstadt von Thorn.



Panoramabild - der wuchtige Bau ließ sich ohne Weitwinkel schlecht fotografieren

Johannes-Kathedrale, 1269 erbaut, ist die älteste Kirche in Thorn - ein wuchtiger Backsteinbau  (li. im Hintergrund)

Bürgerhaus zum Stern aus dem 15. Jahrhundert

mit einer prächtigen, filigran gestalteten Barockfassade

Altstädtisches Rathaus, gegenwärtig befindet sich hier das Heimatmuseum

Gruppe Jugendlicher Museumsbesucher

Die Kirche stammt aus dem 18. Jh.
Der 64 m hoheTurm wurde im 19. Jh. gebaut

 "Kościół Św Ducha" - Kirche des Heiligen Geistes



Von Thorn fahren wir nach Sensburg (Mragowo) wo wir dreimal im  Hotel EVA übernachten.

Von Sensburg aus geht es am nächsten Tag, 23.09., zur Wolfsschanze und Heiligen Linde - mehr dazu weiter unten bzw. auf der nächsten Seite...

 Einige Bildimpressionen vom Hotel und der wunderschönen Umgebung am Czos-See, inmitten der Masurischen Seenplatte

Hotel EVA in Sensburg (11-700 Mragowo Polen, ul. Jaszczurcza Góra 14, Tel: +48 89 743 32 00)

das Hotel ist sehr empfehlenswert - auch deutschsprachig


Blick vom Steg am Czos-See auf den Hotelkomplex

 Restaurant

großer Speisesaal


Sehr angenehmes Ambiente, Zimmer mit TV, Telefon,  Dusche, insgesamt einfach eingerichtet.  Zimmerservice kam täglich. Reichhaltiges Frühstücksangebot, Abendmahlzeit warm - sehr gute polnische Küche.

Im Hotel habe ich auch Gäste aus der Schweiz und Österreich getroffen.

 zum Lift

in unmittelbarer Nähe des Hotels befindet sich eine große Freiluftarena direkt am See

Promenade am See mit Gartenlokal u. Freiluftarena


 

romantisch und teilweise auch ländlich

gestaltete Außenanlagen

rund um das Hotel

Septembernebel

Zugang zum Park am See

zum Hotel EVA gehören mehrere Gebäude

Parklandschaft am Hotel

Blick auf den See von der Terrasse des Hotels

Blick auf das Hotel Eva

morgens um 07,30 Uhr lag dicker Nebel über dem See

Nebel über dem Czos-See

 

Spaziergang am See


leider bot sich nur an einem Nachmittag die Möglichkeit, ein wenig am See spazieren zu gehen...


 

Sonnenuntergang über dem Czos-See

 Am Horizont die Stadt Sensburg



Gartenrestaurant am See

gegen 18:30 Uhr versank die Sonne hinter Sensburg


Abendrot - Blick vom Hotel



 23.09. Wolfsschanze

Nach dem Frühstück fahren wir von Sensburg in das 50 km entfernte Rastenburg, um die in der Nähe liegende Wolfsschanze,  ehemaliges Hitlersche Hauptquartier im zweiten Weltkrieg, zu besichtigen.

Auf dieser Anlage standen ca. 40 Wohn-, Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude u.a. auch ein Kino, Garagen, Heizungsgebäude, Casino, Teestube usw.

Die Decken der Stahlbeton-Bunker waren 6 - 8 m dick. Es gab einen Bahnanschluss und einen Flugplatz. Die Wolfsschanze war im ständigen Funk- und Telefonkontakt mit Berlin und allen Frontabschnitten.

In den Holzbaracken war das "Führer-Begleit-Bataillon" untergebracht.

Insgesamt hielten sich hier 2100 Offiziere, Soldaten und Zivilpersonen auf. 


Im Gedenken an Gefallene und Verwundete der Polnischen Armee - gestiftet vom Bund der Kriegsveteranen. Gierloz 17.10.2003

Ab 1940 wurde die  Wolfsschanze durch die Organisation Todt oberirdisch errichtet. Die Wolfsschanze lag bzw. liegt in einem dichten Wald unter nichtbrennbaren Tarnnetzen. Zwischen 1940 und 1944 wurden auf dem Gebiet 100 verschiedene Objekte und Gebäude errichtet. Getarnt war die Baustelle unter dem Namen "Chemische Werke Askania".

In der Wolfsschanze waren die meisten deutschen Truppengattungen untgergebracht.


Die Natur erobert sich den Wald zurück - die Bäume sind durch die Betondecken gewachsen (Bild oben)

  Ca. 54.000 Minen  wurden zwischen 1945 und 1955 hier entschärft.

Seit 1959 ist die Wolfsschanze eine Touristenattaktion in den Masuren. Zirka 200.000 Personen besuchen jährlich die Wolfsschanze. Das 57 ha große Gelände ist ein wichtiges Biotop, klassifiziert nach der Richtlinie des Europarates.


 Kuzer Stopp am "Bruno-Kreuz" in Gizycko/Lötzen bevor wir die Heiliglinde und Nikolaiken besuchen

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Lötzen (Gizycko) ist eine kleine Stadt in der Wojewodschaft Ermland-Masuren mit 30.000 Einwohner


Touristenpunkt am "Bruno-Kreuz"


Blick auf den Löwentinsee, dem drittgrößten der großen Masurenseen

man sagt, das in 1009 der Missionar Bruno von Querfurt und 18 Gefährten auf dem Tafelberg am Löwentinsee den Märtyrertod starben

(Informationen aus meinen persönlichen Broschüren und Flyern)


 


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